Nur verbunden zu sein, reicht noch nicht zum Leben
Radiosendung auf Radio Rheinwelle

Attac vor Ort
Kampagne WIR –  in Wiesbaden – gemeinsam Raus
Sendetermin: 26. November 2021, von 18.00 bis 19.00 Uhr
Die Pandemie und Erich Fromms Beziehungstheorie.
Elias Jungheim im Gespräch mit Rainer Funk
Was wäre gewesen, wenn es angesichts der Kontaktverbote,  Quarantäneauflagen, Abstandsregeln, Maskenpflicht keine sozialen Medien, keine Emails, SMS, Messages und Internet-Connectedness gegeben hätte? Kaum vorstellbar, ohne diese Möglichkeiten des Verbundenseins zu überleben. Für viele war es kaum auszuhalten, zuhause bleiben zu müssen, keine Party, keine Szene, kein Feiern, kein Sport, keine Kneipe, kein Nachtleben, keine Stimmung, kein Singen, kein Literaturkreis, kein Kindergarten, keine Schule, kein Hörsaal…
Dass das Selbsterleben und Miteinander so sehr auf das Sinnliche, Leibhaftige, die Berührung, das Atmosphärische, die Mimik, das Gemeinsame angewiesen ist, macht überdeutlich, dass der Mensch ein Beziehungswesen ist und dass das elektronische Verbundensein allein zum Leben nicht reicht.
Die Psychologie Erich Fromms fragt vor allem nach den gesellschaftlich praktizierten Bezogenheitsformen. Dieser Blickwinkel eröffnet weitreichende Erkenntnisse über das Leiden an der Pandemie und über die Folgen –  vielleicht auch über eine neue Achtsamkeit für das direkte und solidarische Miteinander.
Elias Jungheim, Vorstandsmitglied der Internationalen Erich Fromm-Gesellschaft sucht das Gespräch mit Rainer Funk, der Erich Fromms Schriften herausgegeben hat und Fromms Assistent war.
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